Was sollten Sie über die Wasserknappheit in Kapstadt wissen?
Wind-Rose Guest House **** Theewaterskloofdam Youtube

Was sollten Sie über die Wasserknappheit in Kapstadt wissen?

Unser Gästehaus verfügt über eine eigene Wasserversorgung und ist somit nicht auf die kommunale Wasserversorgung angewiesen.

Kapstadt hat eine Wasserkrise wegen einer ernsthaften Wasserknappheit.

Südafrika und insbesondere das Western Cape erleben derzeit die schlimmste Dürre seit mehr als hundert Jahren.

Welche Konsequenzen hat das für meinen Aufenthalt in Südafrika?

Wir haben Ihnen nachfolgend die fünf wichtigsten Fakten zur Wasserknappheit stichpunktartig aufgelistet:

1) Der sogenannte Tag Null (Verschoben bis 2019) betrifft nur Anschlüsse der kommunalen Wasserversorgung.

Die Stadt Kapstadt hat kürzlich (Anfang März 2018) eine signifikante Verzögerung für den Tag Null angekündigt. Verzögert bis 2019 bedeutet, dass die Wasserhähne in diesem Jahr nicht trocken laufen und wenn der erwartete Regen im Winter fällt, werden sich die Dämme wieder füllen.

In Südafrika haben aber viele ländliche Haushalte oder Betriebe eine eigene Wasserversorgung über Brunnenbohrungen und sind somit nicht auf die kommunale Wasserversorgung angewiesen. Über diese Brunnenbohrungen wird das Grundwasser teilweise aus großer Tiefe aus dem Boden gepumpt.

Auch unser Gästehaus verfügt über eine eigene Wasserversorgung und ist somit nicht auf die kommunale Wasserversorgung angewiesen.

Unabhängige Wasserversorgung  über eine Brunnenbohrung

2) Ab dem „Day-Zero“ gibt es kein Wasser mehr aus der kommunalen Wasserversorgung und Wasser wird ausschlieβlich an sogenannten Verteilungsstellen abgegeben.

Für die von der Wasserknappheit betroffenen Gebiete gelten zunächst Verbrauchsbeschränkungen, um den Day-Zero herauszuschieben. Bisher waren diese Maβnahmen aber nicht wirklich erfolgreich, deswegen werden die Beschränkungen immer restriktiver, so wird z.B. der Wasserdruck in den Leitungssystemen zunehmend reduziert. Ab dem Day-Zero wird die Bevölkerung in Gruppen eingeteilt, die an bestimmten Verteilungspunkten einen feste Wasserration pro Person und Tag erhalten.

Für unser Gästehaus mit eigener Wasserversorgung gelten diese Regeln glücklicherweise zwar nicht, das bedeutet aber nicht, dass wir in unserer Lodge unbeschränkt das knappe Wasser verbrauchen. Auch wir haben unsere Regeln um Wasser zu sparen, die aber zugegeben in der Praxis oftmals unpraktisch sind.

Kommunale Wasserverteilungsstellen

3) Nach Day-Zero sind die Dämme ausgetrocknet und das Wasser kommt aus alternativen Quellen.

Die Wasserversorgung von Kapstadt erfolgt hauptsächlich durch Staudämme in der Kapregion. Der größte Damm (Theewaterskloofdam) ist fast leer und die letzten Wasserreste sind verschlammt und können nicht mehr durch die Leitungen gepumpt werden. Die Stadt Kapstadt hat aber in den vergangenen Jahren mehrere Projekte gestartet, um Wasser aus alternativen Quellen zu gewinnen.

Die wichtigsten sind die Meerwasserentsalzung, Abwasserreinigung und -Aufbereitung und Brunnenbohrungen. Trotzdem ist diese alternative Wasserproduktion immer noch nicht ausreichend, um die Wasserhähne wieder sprudeln zu lassen.

day zero dashboard cape town

Quelle: http://cct.gov.za/NczNN

4) Muss ich jetzt meinen Urlaub in Südafrika stornieren?

Das kommt darauf an. Wie bereits erwähnt, sind nur die dicht besiedelten städtischen Gebiete von kommunalem Wasser abhängig. Wir haben in unserer Lodge bisher noch keinen Grund zu der Annahme, dass unsere Brunnen austrocknen und auch wir auf Verteilungsstellen angewiesen sind.

Auβerdem leiden nicht alle Regionen von Südafrika unter Wasserknappheit. Momentan ist die Dürreperiode am schlimmsten in den Regionen Western und Eastern Cape, aber auch hier sind nicht alle Bereiche betroffen. Zum Beispiel gab es nur 60 Kilometer von Kapstadt entfernt in Grabouw und Overberg (quasi bei uns um die Ecke) soviel Regen, dass die Dämme dort fast voll sind! Wir liegen in Gordons Bay am Fuβ der „Hottentots Holland Berge (Helderberg)“ und unser lokaler Steenbrasdam ist ebenfalls voll!

Die Wasserversorgung ist derzeit also hauptsächlich im Zentrum von Kapstadt und den dichter besiedelten städtischen Gebieten der Kapregion kritisch. Unsere Region sowie der Nordosten (Johannesburg) und Osten (Durban) des Landes haben kaum Probleme.

Positives Denken ist angesagt

5) Kann ich kostenlos Lodges oder Hotels stornieren?

Nein, denn die Gästehäuser und Hotels können sich auf höhere Gewalt berufen. Aber sicherlich wird Ihre Lodge oder Ihr Hotel Ihnen dabei behilflich sein, eine Alternative zu finden. Wenn das nicht klappen sollte, sollte Ihnen zumindest die Kaution erstattet werden. Ob ihnen auch die Flugkosten im Falle einer Annullierung erstattet werden, ist eine Frage Ihrer Reiserücktrittversicherung.

Wie geht es weiter mit der schönen Kapregion?

Die derzeitige Dürre hat wohl mit dem globalen Klimawandel zu tun. Im Sommer gibt es in der Kapregion nur gelegentliche Regenschauer, aber im Winter normalerweise innerhalb weniger Wochen so viel Regen, um die Staudämme für den Rest des Jahres zu füllen.

Südafrika hängt aber auch vom ENSO-Effekt ab (d.h. von El Niño - Southern Oscillation).

Entlang des Äquators im Ostpazifik erwärmt sich im Laufe einiger Jahre das normalerweise kühle Meerwassers, wodurch das Wetter in großen Teilen der Welt sogar bis Europa beeinflusst wird. Diese Phänomen wird „El Niño“ genannt.

Der gegenteilige Effekt „La Niña“ tritt auf, wenn das Meerwasser am Äquator ungewöhnlich kalt ist. El Niño und La Niña sind verantwortlich für den El Niño - Southern Oscillation - oder ENSO-Effekt und die momentane Dürre.

http://www.riscura.com/brightafrica/el-nino/effect-southern-african-countries/

Wir leiden derzeit unter dem bislang heftigsten El Niño und hoffen, dass La Niña uns im kommenden Winter wieder viel Regen bringen wird, denn unser Land ist viel zu schön um auszutrocknen, aber wir werden einer harten Prüfung unterzogen!

Wenn Sie dazu noch Fragen an uns haben, kontaktieren Sie uns bitte per Email über unsere contactpagina

Ansonsten bis bald!

Herzliche Grüße von Peter und Carola van der Gugten

Besitzer Wind-Rose Guest House, Gordon’s Bay, Südafrika

Aus diesem Artikel können keine wie auch immer gearteten Rechte abgeleitet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://news.wine.co.za/News.aspx?NEWSID=32210&CLIENTID=0

http://www.wesgro.co.za/pdf_repository/Message%20to%20Tourism%20Partners%202nd.1%20feb%20v2.pdf

http://www.wesgro.co.za/news?NewsID=WJz5CPpKfX

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